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Neuigkeiten 2012

28.11.2012 25 Jahre Laser-Laboratorium Göttingen e.V.

Laser-Laboratorium, das klingt „ein bisschen nach Science Fiction, nach Star Wars und Raumschiff Enterprise“, meint David McAllister, der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Am Montag, 26. November, sprach er anlässlich der 25-Jahr-Feier des Laser-Laboratoriums Göttingen. Das Institut, so der Christdemokrat, habe mit dazu beigetragen, dass der Laser auch „im realen Leben Karriere gemacht“ habe. In der industriellen Fertigung, in der Kommunikation, in der Unterhaltungselektronik und der Medizintechnik sei der Einsatz der Lichtquelle nicht mehr fortzudenken. Der Ministerpräsident erwähnte den Initiator des Laboratoriums, Prof. Fritz Peter Schäfer. Er habe Mitte der 1980er-Jahre den damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht „bei Bier und Grillfleisch“ von der Notwendigkeit einer Brücke zwischen Forschung und Industrie überzeugt. Das Institut sei unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums entstanden.

Am Morgen des 26.11.2012 konnten der Vorstand des Trägervereins, Prof. Jürgen Troe, Prof. Gerd Marowsky, Prof. Stefan Hell und Dr. Bernd Stoffregen sowie der amtierende Direktor des LLG, Dr. Alexander Egner, mehr als 100 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, darunter neben dem Ministerpräsident auch Ministerin Prof. Johanna Wanka zu der Jubiläumsfeier begrüßen.

Bis heute stellt das Land die Grundfinanzierung. „Sie ist von 1,5 Mio. Euro im Jahr 2008 auf mehr als 1,7 Mio. im Jahr 2012 erhöht worden“, berichtete McAllister. Die Begründung: „25 Jahre Laser-Laboratorium Göttingen sind eine großartige Erfolgsgeschichte. Das Laboratorium ist eine wichtige Säule für den Wissenschaftsstandort Göttingen geworden. Lasertechnik ist innovativ und gehört damit fest zu Niedersachsen.“ Der Ministerpräsident begrüßte die Übernahme des Büro- und Laboratoriumsanbaus durch den Trägerverein des Instituts für 3,9 Mio. Euro. Dies ermöglicht dem Institut, die dringend notwendige Expansion sowie die Erschließung neuer Forschungsthemen weiter voranzutreiben. Darüber hinaus soll im Anbau - gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft - ein Photonik-Inkubator entstehen.

Die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Ulrike Beisiegel, und Prof. Stefan Hell - für den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft - lenkten den Blick auf die enge Zusammenarbeit von Hochschule und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit dem Laser-Laboratorium. Der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Wolfgang Meyer, hob die Bedeutung des Instituts für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Göttingen hervor. Thomas Marr, Gesandter-Botschaftsrat der Kanadischen Botschaft in Berlin, sieht angesichts des wachsenden Markts für Laser ein „großes Potenzial“ für Kooperationen des Laser-Laboratoriums mit kanadischen Partnern.

Pressemitteilung als PDF

26.11.2012 25 Jahre Laser-Laboratorium Göttingen (LLG)

Das Laser-Laboratorium Göttingen feiert am Montag, dem 26. November 2012, sein 25-jähriges Bestehen. Am Festakt im Hans-Adolf-Krebs-Weg1 nehmen unter anderem der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und der Gesandte Botschaftsrat der Kanadischen Botschaft in Berlin Thomas Marr teil.

"Die Lösung ist gefunden, jetzt fehlt nur noch das Problem", scherzte der Physiker Theodore Maiman, nachdem er 1960 den ersten Laser entwickelt hatte. Auch seinen Kollegen war zunächst unklar, wozu die neue Lichtquelle gut sein könnte. Doch das änderte sich rasch. Heute sind Laser ein unverzichtbares Werkzeug in Geräten des täglichen Lebens, in der Industrie und Materialbearbeitung, in der Medizin, der Mess- und Steuerungstechnik, der Energietechnik sowie in der Wissenschaft und Forschung. Das weltweite Marktvolumen für Lasersysteme beläuft sich auf ca. 100 Milliarden Dollar im Jahr. Davon erwirtschaften deutsche Firmen mehr als zehn Prozent – in einigen Bereichen sogar bis zu 40% (automobile Materialbearbeitung mit Lasern). Eine wichtige Rolle bei der Erschließung praktischer Anwendungen spielen die über 30 Laser-Institute in der Bundesrepublik. Das Laser-Laboratorium Göttingen entstand als eines der ersten im Jahre 1987.

Auf die Notwendigkeit solcher Institute machte Prof. Fritz Peter Schäfer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie Mitte der 80er Jahre den damaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen Ernst Albrecht aufmerksam. Albrecht sagte seine Unterstützung zu. So initiierte Schäfer, der 1966 den Farbstofflaser erfunden hatte, zusammen mit seinem ehemaligen Doktoranden Dirk Basting, dem Gründer der Firma Lambda Physik (heute Coherent), und Prof. Jürgen Troe von der Universität Göttingen das Laser-Laboratorium. Es wurde zunächst vollständig durch das Land Niedersachsen institutionell gefördert.

Im Zuge seiner Expansion in den 90er Jahren konnten verstärkt Drittmittel eingewoben werden, sodass heute die Förderung des Landes nur noch ein Drittel des Etats ausmacht. Zwei Drittel des Haushalts, der sich derzeit auf knapp 4 Millionen Euro beläuft, werden im Rahmen von Forschungsprojekten und bei der Industrie eingeworben. Die anwendungsfreundliche Spitzentechnologie wird gleichermaßen von regionalen Kooperationspartnern, Weltmarktführern, als auch von internationalen Forschungsinstituten nachgefragt.

"Eine derart hohe Drittmittelquote verlangt den 55 Mitarbeitern des Instituts ein hohes Maß an Flexibilität ab", betont Troe, als Vorstandsvorsitzender des Trägervereins.

"In den Anfangsjahren waren Farbstoff- und Excimerlaser sowie die Erzeugung kurzer Laserpulse unser Spezialgebiet", berichtet der langjährige Leiter des Instituts und jetziges Mitglied des Vorstands des Trägervereins Prof. Gerd Marowsky. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt seit Gründung ist die Diagnostik von Verbrennungs-prozessen mittels Lasertechnik. Damit lässt sich die Leistung der Motoren steigern und die Schadstoffkonzentration in den Abgasen verringern. VW ist in diesem Bereich ein wichtiger Kunde. Auch Bosch (Einspritztechnik) oder Vissmann (Brenner) suchten auf diesem Gebiet die Hilfe der Göttinger.

Das Institut hat sich unter anderem auch mit fälschungssicheren Münzen, dem berührungsfreien Reinigen von astronomischen Spiegeln, der Messtechnik für die Positionierung von Wafern in der Halbleiterproduktion aber auch mit der Untersuchung von Ölfilmen auf Gewässern befasst.

"In den vergangenen Jahren ging es verstärkt um Lasereinsatz in den Lebenswissenschaften, der Biotechnologie und der Medizintechnik", erklärt der jetzige Leiter des Instituts Dr. Alexander Egner. So entwickelt das Institut unter anderem Mikroskope mit einer bisher unerreichten Auflösung und Geräte zur Über-wachung der Medikation von Patienten im Krankenhaus. Bei Falschmedikation lösen diese Geräte automatisch Alarm aus. Dabei wurde der Raumbedarf so groß, dass das Institut in den 2003 errichteten Anbau hinein expandierte. Er war vor zehn Jahren als Gründerzentrum entstanden und wird 2012 offiziell vom Trägerverein des Instituts übernommen. Im Anbau belegt das Institut mittlerweile mehr als die Hälfte der Flächen. Der übrige Teil wird wie bisher vermietet.

Eine wichtige Rolle spielt das Institut bei der Ausbildung von Fachkräften. 72 Diplom- und Masterarbeiten sowie 61 Promotionen entstanden dort seit 1987. Von den Promovierenden gingen zwei Drittel in die Wirtschaft. Ein Drittel blieb in der Wissen¬schaft. Vereinzelt sind frühere Mitarbeiter als Lehrer oder Unternehmensberater tätig. Es hat etwa fünf Firmenausgründungen aus dem LLG heraus gegeben. Durch sie wurden weitere 100 Arbeitsplätze in Göttingen geschaffen.

Rückschauend hat sich der Wunsch der Gründer des LLG voll erfüllt: Ein Institut zu schaffen, das eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der Angewandten Forschung bildet und das seine Mitarbeiter auf den Übergang von der universitären Ausbildung in eine Tätigkeit in der Industrie optimal vorbereitet. Dies wurde auch von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen im Zuge der letzten Evaluation gewürdigt. Darin kam sie zu dem Schluss, dass das Land Niedersachsen mit dem LLG ein Institut von Weltruf mit einer ungewöhnlich hohen Produktivität besitzt.

05.03.2012 Veranstaltung im Laser-Laboratorium Göttingen e.V.

12. Forum der Ideen
WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH



05.03.2012 "Forum für Ideen" am 05.03.2012 im Laser-Laboratorium Göttingen e.V.

Das 12. "Forum für Ideen" für alle Innovationspreisteilnehmer 2003-2011 fand am 05. März 2012 im Laser-Laboratorium Göttingen e.V. statt.
Thema des Abends war die Entwicklung und Vermarktung von Innovationen mit den darin verborgenen Chancen und Risiken. Welche Partner sollten einbezogen werden? Welche Schwierigkeiten müssen überwunden werden? Wie kann eine Innovation am sinnvollsten vermarktet werden? Gibt es bei der Werbung einen Königsweg? 3 Unternehmer haben über ihre Erfahrungen berichtet.













  • Frau Kleine von der Wirtschaftsförderung Region Göttingen im
    Gespräch mit Herrn Heiko Keilholz, HKS-Firmengruppe
  • Herrn Thorsten Koch, Bramburg Werbung
  • Herrn Arasch Malgard, Datasor